Haus B, Herne

Haus B, Herne
2008-2009
Auftraggeber: privat

Heiderich Hummert Architekten
Mitarbeiter: Anna Liesem

Tragwerkplanung:
HEG
Dortmund

Elektroplanung:
Elektro Thimm
Herne

Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Flottmann entstehen 13 Einfamilienhäuser. Auf einem der mittleren Grundstücke haben wir für die Bauherren den Neubau ihres Wohnhauses mit einer Doppelgarage geplant.

Dem Wunsch unserer Bauherren entsprechend ist ein Haus aus klaren, kubischen Baukörpern mit hellen und großzügigen Räumen entstanden.

Das Haus besteht aus dem Hauptbaukörper des Wohnhauses und den darin eingeschobenen, jedoch thermisch davon getrennten Baukörper der Garage, der durch das auskragende Dach einen regengeschützten Weg zwischen Garage und Haus bildet.

Der gesamte Eingangsbereich wird durch die durchgehende Bekleidung mit Holz zusammengefasst und betont.

Im Innern des Hauses gelangt man durch den großzügigen Eingangsbereich in den zum Obergeschoss offenen Wohn- und Essbereich. Der Raum wird durch die Treppe ins Obergeschoss bestimmt, welche sich skulptural in das Obergeschoss entwickelt.

Durch diese offene Gestaltung wird das Haus als Ganzes erlebbar. Der Wohn- und Essbereich öffnet sich durch die große Verglasung nach Süden und Westen. Die Wintersonne kann so die Räume erwärmen, während im Sommer die im Scheibenzwischenraum liegenden Lamellen für die notwendige Verschattung sorgen.

Zwei raumhohe Schiebetüren binden die Küche an diesen Bereich an und sorgen für kurze Wege in den Essbereich und auch den Wohnbereich. Alle Küchenmöbel wurden von uns entworfen und für die Eheleute angefertigt. Der Frühstücksplatz mit Blumenfenster macht die erste morgentliche Tasse Kaffee zum Erlebnis. Nach Osten vor der Küche findet man einen sonnigen Freisitz.

Im Obergeschoss werden alle Räume vom umlaufenden zum Luftraum offenen Flur erschlossen. Hier befinden sich die privaten Räumlichkeiten der Bauherren. Um die Offenheit des Hauses zu stärken, jedoch dennoch nicht alle Blicke zuzulassen sind Treppe und Brüstung massiv ausgeführt.

Das Arbeitszimmer im Obergeschoss lässt sich über eine große Schiebetür bei Bedarf zum Luftraum öffnen und macht dann wieder das Haus in seiner Gesamtheit erlebbar.

Die Beschränkung auf wenige hochwertige Materialien betonen die Klarheit des Hauses. Helles Eichenparkett und glatt verputzte und weiß gestrichene Wände beherrschen den Innenraum. Dazu haben unsere Bauherren eine zementgraue oder sandfarbene Feinsteinzeugfliese in allen Räumen mit stärkerer Beanspruchung gewählt.

Die von uns entworfenen Einbaumöbel sind nach den Wünschen der Eheleute entstanden und komplettieren den Gesamteindruck. Auch diese sind aus hellem Eichenholz oder weiß lackiertem Holz gefertigt.

Die Garderobenschränke mit lederbezogener Sitzbank im Eingangsbereich ist unser Lieblingsstück!

Schließlich bleibt zu erwähnen, dass die bis ins Detail reichende Klarheit nur durch viele gute Gespräche zwischen Bauherren und Architekten mit einem gehörigen Maß an Vertrauen der Einen und Sensibilität der Anderen zu erreichen war.

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