Haus S, Dorsten

Haus S, Dorsten
1998-2000
Auftraggeber: privat

Architekten:
Heiderich Architekten

Projektleitung:
Jörn Frederik Klein

Mitarbeiter:
Ulf Schmiedeberg

Tragwerkplanung:
Lederhose & Wittler
Dortmund

Gebäudetechnik:
Dembowski & Stadermann
Köln

 

Die Bauherrn betreiben ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen und verfügen hierzu über einen Betriebshof auf einer Zechenbrache im Norden Dorstens.

Für den Neubau Ihres Wohnhauses stand der vierköpfigen Familie eine völlig zugewachsene Randfläche dieses Grundstücks zur Verfügung, die ihren verwunschenen Charakter nicht verlieren sollte.

Gleichzeitg waren das Büro und der Schaugarten des Unternehmens in die Planung zu integrieren. Dem kommt der bestehende aufgeschüttete Damm entgegen, der das Betriebsgelände vom Wohnbereich räumlich trennt und die Abgeschiedenheit des Ortes wesentlich fördert.

Die funktionale Trennung von Wohn- und Betriebsnutzung bildet sich im Entwurf durch die unterschiedliche Gestalt der Baukörper ab.

Der Büroteil im Norden wurde als eingeschossiger Kubus in Holzständerbauweise mit Klinkerfassade ausgeführt. Der Wohnhausgrundriss gliedert sich in zwei gestreckte Rechtecke. Die Zone zwischen Büro und Wohnräumen übernimmt die verbindende Erschließung und beherbergt die Technischen Einrichtungen und Naßräume. Auf einen Hauskeller konnte verzichtet werden.

Der Wohnteil zeigt bei gleicher Unterkonstruktion eine naturbelassene Lärchenschalung und große öffnungen nach Süden unter einer beschirmenden Dachtafel mit großen überständen.

Die offene Grundrissgestalt im Erdgeschoss, die den Besucher augenblicklich den Bau erfassen läßt, bezieht den Südgarten über die großflächige Verglasung in das Wohnerleben ein und vermittelt eine heitere Atmosphäre.

Im Obergeschoss befinden sich die Rückzugsräume der Bewohner, die alle gleiche Grundrissgestalt aufweisen.

Der über die gesamte Länge der Südfassade laufende Balkon verbindet die Zimmer geschützt durch die hier weit auskragende Dachplatte.

Das Carport an der Zufahrt des Grundstücks wiederholt die Formensprache des Hauses und bildet den straßenseitigen Abschluß des Ensembles.

Die Vorfertigung der Bauteile durch den Zimmerer erlaubte die Errichtung des Rohbaus auf der Bodenplatte innerhalb einer Woche. Der Ausbau erfolgte zu großen Teilen in Eigenleistung, die durch unser Büro betreut und angeleitet wurde.

Die Umsetzung der Entwurfsidee bis in die sorgfältig erarbeiteten Details gelang Dank der intensiven Kommunikation zwischen Bauherr und Architekten ohne Qualitätseinbußen.

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