Hospiz, Lünen

Hospiz, Lünen
2014

Vorentwurf, nicht realisiert

Mitarbeiterinnen:

Heike Höwer
Julia Manneck
Maren Materlik
Angela Rösler

Über ein Jahr haben wir das Projekt "Hospiz am Wallgang" bearbeitet. In dieser Zeit wurden mehrere Nutzungsvarianten untersucht, mit einer Beatmungspflege, mit einer Kurzzeitpflege und schließlich nur als Hospiz.

Besonderen Wert haben wir auf die städtebauliche Bedeutung des Gebäudes gelegt. Das Grundstück befindet sich an der Schnittstelle zwischen Wallgang, der jüngst hervorragend sanierten Schule von Scharoun, der Herz Jesu Kirche und nicht zuletzt der Bestandsbebauung der Holtgrevenstraße.

Insbesondere der Anschluss an das Nachbarhaus wurde so gestaltet, dass dieses einerseits trotz wesentlich größerer Baumasse des Neubaus respektiert wurde, andererseits hier aber späterer Entwicklung Raum gelassen wird. So ist nach einem möglichen Abriss der Nachbarhäuser eine städtebauliche Ergänzung in zeitgemäßer Dichte möglich. Ein plumpes Aufnehmen von Fluchten und Höhen im Grenzbereich war für uns ausgeschlossen.

Mit der Faltung der Daches und des großen Balkons zur Seite der Herz Jesu Kirche differenziert der Entwurf trotz des bewusst einfach und orthogonal gehaltene Baukörpers die sehr unterschiedlichen Raumqualitäten.

So widersteht der klare rechtwinklige Baukörper auch der Versuchung, die ohne städtebaulichen Bezug schräg verlaufende Grundstücksgrenze zur Herz Jesu Kirche zugunsten einer höheren Ausnutzung der Grundstücksfläche aufzunehmen. Die formale Einfachheit hält so Abstand zu Scharoun Schule und Kirche.

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