Hotel Zugbrücke, Hotelzimmer

Hotel Zugbrücke, Hotelzimmer

2004
Auftraggeber: Hotel Zugbrücke Genzau

Architekten:
Heiderich Hummert Klein

Projektleitung:
Martin Heiderich

Mitarbeiter:
Nicole Dresemann

Im Anschluss an die Errichtung des Wellness Centers und den Umbau des Foyers des Sporthotels Zugbrücke Grenzau wurde unser Büro mit der Umgestaltung von 45 Hotelzimmern beauftragt.

Es handelt sich hierbei um die ältesten und kleinsten Zimmer der Hotelanlage, die im Rahmen der Modernisierung an die ruhige und geradlinige Gestaltung der bereits erneuerten Bereiche angepasst werden sollen.

Die gesamte Umbaumaßnahme umfasst fünf Geschosse, von denen im Sommer 2004 zunächst zwei mit jeweils 9 Hotelzimmern ausgeführt wurden.

Aufgrund des sehr engen Kosten- und Zeitrahmens wird die bestehende Rohbaustruktur der Zimmer weitestgehend beibehalten. Einziger Eingriff ist die räumliche Gliederung des Bades durch die Abtrennung einer Duschnische mittels einer Wandvorlage. Die weiteren Maßnahmen beschränken sich auf Raumgestaltung, Materialien und Möblierung.

Hierzu wurde ein Gestaltungskonzept entwickelt, das durchgängig auf sämtliche vorhandenen Zimmer anwendbar ist, obwohl nur jeweils 5 von 9 Zimmern wirklich identisch sind. Durch die gestaffelte Form des Gebäudes weichen die anderen vier unterschiedlich stark vom Standardzuschnitt ab.

Das Konzept sieht vor, dass Wandbekleidungen und Möblierungselemente sich als dreidimensional im Raum gefaltete Flächen darstellen, die dabei verschiedene Funktionen erfüllen:

So setzt sich der Teppichboden des Eingangsbereiches an der Wand fort und schützt diese vor Beschädigungen durch Gepäckstücke.

Die platzsparenden Faltschiebetüren der Schrankanlage im Eingangsbereich setzen sich optisch in der hölzernen Wandverkleidung fort, die sich ihrerseits in das Zimmer hineinfaltet und die Bereiche damit verbindet.

Die Funktionen Minibar, Schreibtisch und Kofferbock werden in einem Möbel zusammengefasst, das sich ebenfalls aus gefalteten Flächen zusammensetzt.

Auch die Nachttischablagen hängen als gefaltete Flächen vor der Wand. Eine dieser Ablagen ist verschieblich angebracht, um so dem Wunsch der Geschäftsleitung nach einer flexiblen Aufstellung der Betten zu entsprechen.

Das Materialkonzept des Wellness Centers und des Foyers wurde auf die Hotelzimmer übertragen:

Putzflächen in gebrochenem weiß, Eichenholz im Naturton und Braunschwarz gebeizt, schwarzes Leder, Edelstahl, Rattanrohr und Feinsteinzeug, das an Schiefer und beigen Sandstein erinnert.

Die Badtür in satiniertem Glas stellt eine Beziehung zwischen Bad und Aufenthaltsbereich her.

Durch die überwiegend horizontale Linienführung bei Materialien und Möbeln wirken die Räume großzügig und erzeugen eine entspannte und entspannende Atmosphäre.

Für die verschiedenen Bedürfnisse oder Tageszeiten können durch die Kombination von direkter und indirekter Beleuchtung unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugt werden. So geben die Schreibtisch- und die Nachttischleuchten direktes Licht, während in dem Wandregal und dem eigens von einer ortsansässigen Künstlerin angefertigten Gemälde indirekte Beleuchtung integriert wurde.

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