Restaurant Emil, Dortmund

Restaurant Emil
2013
Auftraggeber: PanUrama GmbH

Die umzubauenden Bestandsräume befinden sich in der zentralen Dortmunder Innenstadt, in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Das ursprüngliche Gebäude, bekannt als das Dortmunder "U", wurde nach Plänen des Architekten Emil Moog gebaut.

Die Nutzung als Ort für geschäftliche Feiern der Union Brauerei endete mit der Aufgabe des Standorts. Seitdem standen die Räume leer.

Emil - Angekommen in Dortmund

Das außergewöhnliche Interieur, eine Mischung aus historischem und klassischer Moderne, sowie die kulinarische Ausrichtung scheinen den Dortmundern zu gefallen. Küchenchef Sebastian Felsing und sein kreatives Team verleihen dem finalen gastronomischen Baustein im Gewölbekeller des U-Turms immer wieder stetig wechselnde Höhepunkte in Sachen Genuss und außergewöhnlicher Küche. Der Schwerpunkt liegt hierbei vor allem auf der besonderen Fleischkompetenz. Alle Produkte werden sorgfältig und ohne Lieferantenbindung ausgewählt, was eine einmalige Fleischqualität und Produktauswahl garantiert. Das Beste aus nachhaltiger Zucht, wie zum Beispiel das PommerscheRib Eye Dry Roast N.Y. Strip Loin oder auch internationale Köstlichkeiten wie das 1,1 KG schwere Australische Black Angus Grain Fed Tomahawk Steak kommen im 800°C Grill zu ihrer vollen Entfaltung. Die karamellisierte Kruste und das wahnsinnig saftige Fleisch lassen Liebhaber ins Schwärmen kommen. Zudem gibt es frisches aus dem Meer und saisonal geprägte Köstlichkeiten. Z.B. die Dorade Royal im Ganzen, Hummer, oder auch die unterschiedlichsten à la Carte Gerichte wie der Sous Vide gegarte Hirschrücken. Restaurant Manager Kai Korzuch und sein Team bereiten Ihnen mit Freude einen wunderschönen Abend im EMIL!

Gastronomie mit Historie

Das heutige EMIL ist nach Plänen vom 13.4.1870 als Lager- und Eiskeller geplant gewesen, wurde 1873 fertig gestellt und war dann zwischenzeitlich (lt. Aufzeichnungen vom 14.8.1880) als Gährkeller in Nutzung. Damals lag der Keller noch an der Mälzer Straße, die heute einen ähnlichen Verlauf hat wie die Emil-Schumacher-Straße parallel zur Rheinischen Straße. Temporär war das heutige EMIL ab ca. 1927 Jahre eines der Sudhäuser der Brauerei. Zu dieser Zeit wurde das erste Deutsche Brauereihochhaus gebaut vom Architekten Emil Moog. Eben dieser Architekt baute zu dieser Zeit auch den bekannten Auerbachskeller in Leipzig um. Von 1927 bis 1945 war der Auerbachskeller Leipzig Spezialausschank der Dortmunder Union-Brauerei. Nach dem Krieg wurden die Kelleranlagen lange nicht mehr benutzt. Der Keller war gänzlich „zugekippt“, als die Brauerei dann in den 60er/70er Jahren das Kreuzgewölbe mit seinen prägnanten Säulen wiederentdeckte. Die Säulen waren ursprünglich alle aus Stahl, mussten aber wegen statischer Mängel teilweise mit Beton ummantelt werden. Anfang der 70er Jahre wurde dann der Auerbachskeller gebaut, inkl. Brunnen, der sich heute noch dort befindet. Hier sprudelte das Wasser der Dortmunder Wasseradern, welche erst nach Schließung der Brauerei verschlossen wurde.

Emil 2013

Basis des Gestaltungskonzeptes ist die kraftvolle Ausstrahlung der Gewölbehalle. Alle Einrichtungen ordnen sich nach dem Stützenraster des Raumes. Der grobe und einfache Charakter des Raumes wurde zum Konzept der Gastronomie und sollte auf keinen Fall chic oder fein werden.

Ein besondere Bedeutung hat hier das Farb- und Materialkonzept. Der einst triste Keller mit reiner Nordbelichtung über den Innenhof musste zu jeder Zeit eine behagliche Stimmung bekommen. Die rauhe atmosphäre des Kellergewölbes wurde in einen warmen Zementgrauton mit reichlich Rotanteil getaucht, Möbel und Polster sind in einem erdigen Braun gehalten. Das Holz von Tischen und Bar wurde grob gebürstet und dunkelbraun gebeizt. Hightlight ist die Front der Theke: Hier wurden hinter einer beleuchteten Glasscheibe die Scherben von einigen hundert originalen Union-Brauerei Bierflaschen verwendet die nun bernsteinfarben in den Raum strahlen. In einigen Gewölben wurden Kristallglaskronleuchter aufgehängt und mit vielen kleinen klassischen 5W Glühbirnen ausgestattet. Von den Kapitellen der Säulen wurden schmale LED Leuchtstreifen in die Gewölbe gerichtet die sich in allen erdenklichen Farben steuern lassen. So gibt es in den Abendstunden Kerzenlichtstimmung. Ergänzt wurde die Möblierung mit warmgrauen Eames Side Chairs von Vitra.

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