ZOB Herne

ZOB Herne
2003-2004
Auftraggeber: HCR Herne

Heiderich Hummert Klein Architekten
Mitarbeiterin: Silke Tinnefeld

Luftbild: Hans Blossey

Auf dem Bahnhofsplatz in Herne sollte eine Überdachung des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs errichtet werden.

Diese besteht aus einem transparenten Dachkörper, der auf zwei parallelen Stützenreihen in ca. 6,00m Höhe über der Businsel "schwebt" und einem untergeordneten Verbindungsdach, das den regengeschützten Übergang zwischen Businsel und Bahnhofsgebäude gewährleistet.

Das Hauptdach ist ca. 142m lang, an der breitesten Stelle ca. 26,30m breit und hat eine Grundfläche von ca. 3.100 qm.

Die Grundrissform aus zwei verschmolzenen Ellipsen ermöglicht optimalen Wetterschutz für alle Bussteige. Durch die Einschnürung des Daches vor dem Haupteingang des Bahnhofs wird gebührender Abstand von dem denkmalgechützten Bahnhofsgebäude gehalten und der Zugang zum Bahnhof von der Platzseite her markiert.

Die Ober- und Unterseite des Daches sind leicht gewölbt, so dass ein linsenförmiger Querschnitt entsteht.

Die Konstruktion des Dachtragwerks besteht aus Stahl mit Eisenglimmeranstrich. Die Oberseite des Dachkörpers ist mit klarem Sicherheitsglas gedeckt, die Unterseite wird aus Gründen des Schallschutzes und zur Vermeidung von Vogelflug mit einem Gewebe aus Edelstahldraht unterspannt.

Der bestehende Pavillon mit dem Zugang zur U-Bahn wird von dem Dach überspannt. Der Pavillon wurde grundsaniert und zeitgleich mit der Überdachung fertiggestellt.

Neben dem Dach und dem Pavillon wurde auch die "Möblierung" der Businsel von den Architekten gestaltet. So werden unter dem Dach eigens für den ZOB Herne entworfene Infostelen und windgeschützte, verglaste Wartebereiche mit Sitzbänken aus wetterbeständigem Holz angeordnet, die den Haltepunkten der Busse zugeordnet sind.

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